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lightbulb Homöopathie in der Tierheilkunde

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Tierfan24 e.V. Geschrieben 07 Mär 2017 16:45
Letzte Änderung: 07 Mär 2017 16:46 von Tierfan24 e.V.. info_outline
#1
Suche den Funken, der das Feuer deiner Heilkraft in dir entzündet! (Paracelsus).


Die Homöopathie wurde im 18. Jahrhundert von Dr. Christian Friedrich Samuel Hannemann (1755-1843) begründet und basiert auf dem Prinzip Similia Similibus Curentur (lat. „Ähnliches möge mit Ähnlichen geheilt werden“). Der Begriff Homöopathie geht auf die griechischen Wörter homoios („das Gleiche“) und pathos („das Leiden, die Krankheit“) zurück.

Hahnemanns Leitsatz war:

„Wähle, um sanft, schnell, gewiss und dauerhaft zu heilen, in jedem Krankheitsfall eine Arznei, welche ein ähnliches Leiden erregen kann, als sie heilen soll.“ (vgl. Organon der Heilkunst).

Zunächst wurde die Homöopathie nur in der Humanheilkunde eingesetzt, doch seit dem frühen 19. Jahrhundert gibt es Aufzeichnungen darüber, dass auch Tiere homöopathisch behandelt wurden. Seit damals erfreute sich die Tierhomöopathie immer größerer Beliebtheit.

Homöopathische Arzneien

Für Tiere werden dieselben homöopathischen Mittel eingesetzt, wie sie auch beim Menschen angewendet werden. Die Wirkstoffe der homöopathischen Arzneien sind z.B. diverse chemische Verbindungen (wie z.B. Phosphor, Sulfur), pflanzliche Stoffe (wie z.B. Arnika, Echinacea), Mineralstoffe (wie z.B. Silicea), tierische Stoffe (wie z.B. bei Apis, Sepia) und auch potenzierte Stoffe aus Krankheitsprodukten bzw. -erregern – die sogenannten „Nosoden“.

Die Homöopathie setzt Reize, die dem Körper helfen, wieder in sein Gleichgewicht zu kommen und seine Selbstheilungskräfte anzuregen.


Die Ähnlichkeitsregel – Similia similibus

Beispiele für das homöopathische Wirkprinzip „Ähnliches mit Ähnlichem“ zu behandeln, sind Folgende:

Zwiebel (Allium cepa)

Eine frische Zwiebel löst beim Schneiden Tränenfluss und eine laufende Nase aus. In der Homöopathie wird Allium cepa z.B. bei Erkältungskrankheiten mit Augentränen und Fließschnupfen eingesetzt.

Honigbiene (Apis mellifica)

Der Stich der Biene löst Schmerz und Schwellung aus. In der Homöopathie wird Apis mellifica z.B. bei Schwellungen mit brennenden Schmerzen eingesetzt.

Brennnessel (Urtica urens)

Das Berühren einer Brennnessel verursacht schmerzende Pusteln auf der Haut. In der Homöopathie wird Urtica urens z.B. bei brennenden Hautausschlägen eingesetzt.


Die Mittelwahl – Eine individuelle Therapie!

Der Tierheilpraktiker wird also für das Tier ein Mittel heraussuchen, dessen Substanz bei einem gesunden Tier dieselben Symptome hervorrufen würde, die es – in hoch verdünnter homöopathischer Form – beim Erkrankten heilen kann. Ziel ist es, das Similimum („das Ähnlichste“) zu finden. Aus diesem Grund ist es wichtig, dass Sie als Besitzer Ihr Tier ganz genau beobachten. Denn je mehr Informationen Sie Ihrem Tierheilpraktiker über die körperlichen sowie die Gemütssymptome Ihres Vierbeiners geben können und je genauer Sie die durch die Erkrankung aufgetretenen Veränderungen beschreiben können, desto leichter kann er das individuelle Mittel finden, das den Beschwerden Ihres Tieres am ähnlichsten ist.


Homöopathische Konstitutionsmittel – Welcher „Typ“ ist Ihr Tier?

Der Einsatz von sogenannten „Konstitutionsmitteln“ hat sich mittlerweile auch in der Tierheilkunde sehr bewährt. Hierzu werden vor allem Wesenseigenschaften und bestimmte Neigungen eines Tiers gewichtet. So wird sein „Konstitutionstyp“ erfasst und ein homöopathisches Mittel gewählt, welches diesem Typ am besten entspricht. Beispiele für Konstitutionsmittel und die entsprechenden -typen sind Folgende:

Pulsatilla (Küchenschelle)

Die Pulsatilla ist sanft und mütterlich. Sie kommt gerne zu spät (auch was die erste Läufigkeit, Zahnung etc. angeht). Sie ist wohlgeformt und von hübscher Gestalt. Beim Pulsatilla-Typ geschieht alles sehr dezent – heftige Krankheitsverläufe sind hier eher untypisch.

Calcium carbonicum (Austernschalenkalk)

Der Calc.carb.-Typ ist gemütlich, gut genährt und manchmal etwas schwer von Begriff. Gemeinhin wird er auch etwas spöttisch als „dick, dumm, faul und gefräßig“ bezeichnet. Sein Bindegewebe ist schlaff, seine Knochen zwar dick, aber wenig stabil.

Phosphorus (gelber Phosphor)

Der Phosphoriker ist der Wirbelwind unter den Konstitutionstypen. Er ist sehr agil und kann „von 0 auf 100“-Leistungen erbringen. Allerdings ist er auch recht schreckhaft und hat meist Angst vor Gewitter . Auch Sylvester ist ihm ein Graus. Bei Phosphorus geschieht – in Gegenteil zur dezenten Pulsatilla und zum trägen Calcium Carboniker – alles meist recht heftig.


Dies war nur ein kurzer Einblick in die Welt der Konstitutionstypen. Weiter Informationen erhalten Sie bei Ihrem Tierheilpraktiker.




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